Blogreihe: Jetzt mal ehrlich

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ich möchte meine erfahrungen mit dir teilen

Immer wieder greife ich Themen auf, berichte über Sachen die mir wichtig sind. Wie etwa über Slow Fashion oder Authentizität. Das gehört für mich genauso zu mir, meinem Blog und meinem Label wie meine DIY´s. Ich habe das Bedürfnis mehr mit dir zu teilen. Meine Erfahrungen mit dem Blog, der Selbstständigkeit, dem Leben und den sich damit ergebenden Hochs und Tiefs. Deshalb gibt es ab sofort die Rubrik jetzt mal ehrlich.

Jetzt mal ehrlich

ehrlich

Ja ehrlich gesagt weiß ich nicht ob es für meine Zielgruppe überhaupt interessant ist wenn ich über so etwas schreibe, ob es für mein Label und die Professionalität Nachteile haben könnte wenn ich einfach mal ehrlich bin. Doch genau das bin ich eben. Das macht mich als Mensch aus und auch mein Label. Ich bin ehrlich zu dir, sage dir woraus meine Sachen gemacht sind, wie ich sie mache und zeige Dir wer ich bin, was mich als Mensch bewegt. Du weißt also auf was du dich einlässt. Für mich die Beste Voraussetzung für Kommunikation, Interaktion usw.

Ich möchte Dich also in meiner Blogreihe  inspiriert vom Leben mitnehmen, auf eine kleine Reise über Kreativität, Authentizität, Klischees und Selbstverwirklichung. Und gerne auch über Themen die Dich interessieren würden. So jetzt gehts los und dazu bin ich erstmal ehrlich zu dir.

#1 Ehrlich sein und Authentizität sind out?! Ich will aber kein Schauspieler sein!

DAS SAGT WIKIPEDIA ÜBER AUTHENTIZITÄT

Authentizität bezeichnet eine kritische Qualität von Wahrnehmungsinhalten (Gegenständen oder Menschen, Ereignissen oder menschliches Handeln), die den Gegensatz von Schein und Sein als Möglichkeit zu Täuschung und Fälschung voraussetzt. Als authentisch gilt ein solcher Inhalt, wenn beide Aspekte der Wahrnehmung, unmittelbarer Schein und eigentliches Sein, in Übereinstimmung befunden werden. Die Scheidung des Authentischen vom vermeintlich Echten oder Gefälschten kann als spezifisch menschliche Form der Welt- und Selbsterkenntnis gelten. Zur Bewährung von Authentizität sind sehr weitreichende Kulturtechniken entwickelt worden, die die Kriterien von Authentizität für einen bestimmten Gegenstandsbereich normativ zu (re-)konstruieren versuchen.

Über die eigene Identität und Authentizität habe ich hier schonmal im Bezug auf mich selbst, mein Label und den Blog berichtet. Es ist ein Thema, welches mich schon immer stark beschäftigt, in allen Lebenslagen. Ehrliche, authentische Menschen, die kein Blatt vor den Mund nehmen, auch mal aus der Reihe tanzen, sich auch mal trauen offen zu reden, mal über sich selbst lachen können, sind mir in der Regel auf Anhieb sympathisch. Menschen die probieren, mit dem wissen dass sie fallen können, die sich das fallen erlauben, dann wieder aufstehen und weiter machen.

Keiner, nein niemand muss etwas sein, dass er nicht möchte. Mir ist klar, jeder von uns muss sein täglich Brot verdienen und kann sich deshalb nicht immer alles aussuchen oder sich frei entfalten. So funktioniert unsere westliche Welt nunmal. Doch muss ich mich dafür kaputt machen, verstellen, unauthentisch sein?

Klar ist auch, in einem falschen System kann man sich nicht richtig verhalten. Aber du kannst deinen Weg gehen. Sicher das ist überhaupt nicht immer einfach, ist manchmal sehr unbequem und man eckt oft an. Doch wie hoch ist der Preis, den du zahlst wenn du dein Leben lang etwas tust, dass du gar nicht möchtest?

Versteht mich bitte nicht falsch, ich habe nichts gegen Arbeit, gegen Menschen die gerne zur Arbeit gehen und schon gar nicht würde ich einen Job als besser oder schlechter darstellen. Mir geht es viel mehr darum, dass so viele Menschen unglücklich mit dem sind, was sie tun.

„DEINE ERSTE PFLICHT IST, DICH SELBST GLÜCKLICH ZU MACHEN. BIST DU GLÜCKLICH, SO MACHST DU AUCH ANDERE GLÜCKLICH.“(LUDWIG FEUERBACH)

Jetzt mal ehrlich: Das Glück kennt viele Wege

Südfriedhof Leipzig

Ich möchte dir mal ein wenig von meinem „Werdegang“ berichten. Von Mediengestalter, Maskenbildner, Tierpfleger bis hin zum LKW Fahrer ich wollte schon ziemlich alles mal werden. Schlussendlich habe ich durch private Turbulenzen von der Realschule auf die Hauptschule gewechselt um direkt im Anschluss meine Realschule nachzuholen. Dann stand ich da, der Wunsch zu studieren, mehr zu machen, kreativ zu sein.

Daneben die Fähigkeit gerne Menschen zu helfen. Nach einem Praktikum in der Pflege, machte ich dann die 3 Jahre Ausbildung zur Altenpflegerin. Es machte mir Spaß, ich war sehr gut darin. Doch die Rahmenbedingungen brannten uns alle schon in der Ausbildung aus. Schon in der Ausbildung wuchs mein Wunsch das Abi nachzuholen und zu studieren. So arbeitete ich nach der Ausbildung nicht ganz ein Jahr Vollzeit in der Pflege.

Mein Hautzustand war zu dieser Zeit unter aller Kanone(ich habe Neurodermitis) und ich suchte mir fix einen Platz um mein Abi nachzuholen. Also zog ich nach Düsseldorf und holte in einem Jahr mein Abi nach. Damals zweifelten einige an meinem Verstand, einfach so eine sichere Festanstellung aufzugeben und das Abi nachzuholen.  Ich machte also mein Fachabitur im Sozialwesen und begann danach mein Studium der Sozialpädagogik in Mannheim. Getrieben von meinem hohen Leistungs und Erwartungsdruck an mich selbst habe ich zu dieser Zeit nicht mehr hinterfragt ob ich das wirklich machen will. Ich wollte es ja auch und ausserdem hatte ich ja hart dafür gekämpft…

Träumen ist erlaubt!

Die ganze Zeit nebenbei, war ich auch kreativ, bloggte, erschuf Dinge. Jedes leere Ladengeschäft bot meiner Fantasie die Möglichkeit mir einen Laden, ein Upcyclingcafe, ein Atelier einzurichten. Nach 2 Semestern Sozialpädagogik rutschte ich in eine Depression. Meine Leistungen waren super, doch mein Innen nicht. Also nahm ich mir gezwungenermaßen Zeit. Musste dann auch in eine Rehaklinik und nahm eine Zeit lang Antidepressiva. Seitdem sehe ich vieles anders. Mein Studium habe ich dann nach zwei Urlaubssemestern erstmal beendet. Wer weiß vielleicht nehme ich es irgendwann einmal wieder auf. Doch gerade ist es nicht, was ich ich machen kann und will, da es mir nicht gut tut.

Mach doch was vernünftiges- studier doch weiter

Was ist denn schon vernünftig und was nicht?! Studieren und wieder depressiv zu werden? Einfach nur weil man das so macht? Oder mutig sein und meinen Traum, der mich beflügelt, mir so viel positive Energie beschert und Freude verbreitet zu verwirklichen. Ich weiß ich kann beides und ich bin gerne für Menschen da, helfe ihnen, doch liegt darin auch meine Schwäche, da ich mich nicht gut abgrenzen kann. Warum nicht einen Weg finden beides zu verbinden. Z.B.: Ein Atelier, indem ich Nähkurse geben kann, Leute mit ihren Projekten kommen, wir sie gemeinsam umsetzen. Aus alten Sachen neues gestalten. Ein Treffpunkt für alle die was erschaffen wollen- gleich welche Idee das nun sein mag.

Mein Leben frei zu gestalten, dass ist für mich Kreativität und ein großes Geschenk. Leicht ist auch das nicht. Man trifft auf viel Unverständnis, auf Existenzängste. Man steht sich selbst im Weg, schaut andere Blogge rund kreative an und denkt die machen das doch viel besser.

Ich will zudem auch gar nicht im großen Becken der Modeindustrie mitschwimmen. Ich will weg vom Konsumwahn, hin zu mehr Bewusstsein, mehr Lebensgenuss anstatt schnellem Konsum. In diesem Fall bleibt da noch zu sagen: der Weg ist das Ziel!

Ein guter Freund von mir hat mir letztens einen tollen Input gegeben: „Du selbst bist deine Begrenzung“. Das heißt für mich, dem Leben offen zu begegnen, mutig zu sein, neues zu wagen und auch nicht immer zu wissen wohin es geht um dann dabei etwas vollkommen neues und vielleicht fantastisches zu erleben.

Was denkst Du?

Hast du schon ähnliche Wendungen und Erkenntnisse in deinem Leben gehabt? Interessiert dich meine Blogreihe? Ich freue mich auf deine Antwort.

Herzliche Grüße und Miau!

eva sign

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24 Gedanken zu “Blogreihe: Jetzt mal ehrlich

  1. bernsteinchen schreibt:

    Hallo Eva,
    also ich finde dieses Thema in der heutigen Zeit sehr wichtig, weil viele sich verstellen, um viel Geld zu verdienen, in einen Job zu kommen oder zu bleiben, wie du das ja schon selbst erlebt hast, genau wie ich. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass man das machen soll, was einen Spaß macht u. nicht einengt, sich nicht zwingen (na ja, nicht zu sehr zwingen ;-)). Klar, geht das nicht zu hundert Prozent. Abzüge muss man immer irgendwie machen, aber der Großteil sollte doch stimmen. Ich ecke auch oft mit meiner Ehrlichkeit an, bin schon öfters ins Fettnäpfchen getreten, aber, was solls. Wenn ich nicht sage, was mir nicht passt u. alles in mich reinfresse, mich später ärger, dass ich nichts gesagt oder gemacht habe, dann reagiert der Körper sowie die Psyche früher oder später darauf u. das macht auf keinen Fall Spaß.
    Also ja, ich finde es toll, wenn du diese Blogreihe eröffnest.
    Gruß Gabriele

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    • Nephtyis schreibt:

      Oh Liebe Gabriele, so schnell habe ich gar nicht mit einer Reaktion gerechnet, dass freut mich sehr. Danke für deinen Zuspruch ♥ Und ja du bist ja auch schon lange in der Bloggerszene unterwegs und bist stets du geblieben, bis heute, dass finde ich immer toll. Der Blog ist ja doch auch wenn man ihn nur Hobbymäßig betreibt wie eine Teilzeitstelle *lach* Auch wenn man dadurch eben nicht wie andere auf die höchste Stufe der Erfolgsleiter geklettert ist, man ist sich selbst treu geblieben, dass ist so viel mehr Wert 🙂 Dass sich viele Dinge die man in sich hineinfrisst früher oder später körperlich oder psychisch manifestieren ist leider wirklich so.. Ganz Liebe Grüße Eva

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  2. Nippilangstrumpf schreibt:

    Man könnte heute das Gefühl haben, dass es manchen Menschen nicht mehr um die Tätigkeit an sich geht, sondern nur noch darum wie sie möglichst viel Geld verdienen können. Um sich dann damit möglichst viel leisten zu können.

    Bei mir war das schon immer anders. Ich bin Gärtnerin geworden weil ich den Umgang mit Pflanzen liebe, und auch anderen Menschen gerne weiter gebe wie sie ihre Pflanzen behandeln sollen. Dies bereitet mir einfach Spaß. Das Geld spielt dabei eine untergeordnete Rolle.

    Genau so sehe ich es auch mit meinem Blog. Wenn da irgendwann mal Geld bei rum kommen sollte, freue ich mich. Aber ich forciere es nicht.
    Ich mache es weil es Spaß macht und ich es mit anderen teilen möchte.

    Vor meinem Gärtnerdasein habe ich auch unzählige Jobs gemacht um Geld zu verdienen, aber daß ging auch bei mir früher oder später auf die Psyche. Und dann hab ich auf mich geachtet, und geschaut was mir denn wirklich SPaß macht.

    Ich hab auf mein Gefühl gehört, und das war gut so! Das müssen wieder viel mehr Leute machen!

    Deine BlogReihe finde ich sehr interessant, weiter so!

    Auf bald!

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    • Nephtyis schreibt:

      Es geht viel um Geld und auch um Erfolg/Leistung/Anerkennung. Ich ertappe mich immer wieder selbst dabei, zb wenn ich auf einem Kunstmarkt bin und nicht viel Umsatz mache, denke ich, ich bin gescheitert, habe versagt weil eben nicht genug Geld reinkam. Dabei vergesse ich dann aber dass da vielleicht einfach nicht die Luete waren die meine Sachen mögen oder ich vergesse die tollen gespräche und begegnungen die ich hatte und und und. Geld ist wirklich ein Fluch und Segen zugleich.. Mein Mitbewohner ist auch von Beruf Gärtner, er hat bei Demeter gelernt. Er macht jetzt aber eine neue Ausbildung zum MTA. Freut mich, dass du einen für dich passenden Job gefunden hast und auf dich achtest. Ich finde nichts verwerflich daran mit seinem Blog Geld verdienen zu wollen, ich will ja von meiner Kreativität leben ist ja im Endeffekt nichts anderes. Doch mich machen diese ganzen dinge auf die man dann achten muss, was man sagen darf und was nicht. Dass man sich an so viele Regeln halten muss verrückt 😛 Klar wenn ich etwas erreichen will, muss ich auch etwas dafür tun, ich finde nur man darf sich selbst und seine Werte dabei nicht vergessen. Danke für deinen Kommentar, hat mich sehr gefreut 🙂 Herzlcihe Grüße

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    • Nephtyis schreibt:

      Liebe Tutti ♥ zugegeben wusste ich nicht wie die Menschen so auf meinen Artikel reagieren, doch mir war schon klar, dass du ihn mögen wirst und das hat mir ein wenig Sicherheit beim veröffentlichen gegeben, Danke dafür 🙂 Herzlichst, Eva ♥

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  3. merlanne schreibt:

    Liebe Eva,
    Ehrlich sein erfordert Mut und ich glaube, dass du eine große Portion davon hast. Ich habe deinen Post mit Interesse und vielen „Déjà-vu“s gelesen: so z.B.“ Lern‘ was Vernünftiges“, einen Satz den ich leider in meiner Jugend sehr ernst genommen habe. Die Schneiderlehre und das Designstudium habe ich dann nicht gemacht … schade. Ich freue mich auf deine Serie!
    Herzliche Grüsse,
    Claudine

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    • Nephtyis schreibt:

      Hallo Liebe Claudine, du wärst sicher eine der Besten im Studiengang gewesen. Doch Jimmy Hendrix hat uns schon gezeigt dass man nicht das gelernt haben muss um gut zu sein indem was man tut. Ein Studium/Ausbildung etc kann durchaus Stärken, dich weiterbilden aber gerade Kreativität sprüht ja schon von Innen heraus und benötigt nicht zwingend ein Studium- du bist ja auch so begnadete Upcyclingkünstlerin,Kreative und Fotofrau. Dass allerdings eine Schneiderleher und Designstudium damals bei dir als was nicht vernünftiges abgetan wurde ist schade.. Es hätte dich sicher bereichert. Herzlichen Dank für deinen Kommentar, ich habe mich sehr gefreut ♥

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  4. antetanni schreibt:

    Liebe Eva,

    mutige und offene Worte. Ich finde es gut, über was du schreibst. Und es ist wie in dem Zitat – bist du mit dir selbst nicht im Reinen, kannst du gar nicht für andere da sein oder anderes tun. Im Moment sind das Themen, die in meinem Umfeld sehr häufig aufkommen, vielleicht ist es auch (wieder einmal) wie ein Wendepunkt, dass man sich weiter und wieder hinterfragt. Dein Weg ist doch an sich toll, du hast für dich lernen dürfen, was es heißt, sich etwas erarbeiten zu wollen und dann auch zu tun, du hast für dich erfahren dürfen, wann es aber auch genauso Zeit war, manches doch sein zu lassen, weil du erleben durftest, was dir gut und was dir weniger gut getan hat oder tut. Gehe deinen Weg, es ist der einzige, der dir bevorsteht. Dein ganz eigener.

    Das Dilemma mit dem Geld verdienen/Umsatz machen usw. kann ich mir gut vorstellen. Ich nähe ja nur für mich zum Spaß, für Freunde/Familie als Geschenk usw., aber selbst da ertappe ich mich oft, dass ich nicht weiß, ob die Mühe auch wertgeschätzt wird. Dann aber denke ich mir, dass es MIR meine Mühe wert ist oder war und ich beim Tun eine große Freude empfunden habe. Ist natürlich leichter gesagt, wenn ich mit dem Handwerk nicht mein tägliches Brot, meine Miete usw. bezahlen muss, schon klar. Was ich eigentlich habe sagen wollen, ist, dass es großen Geschäften im Grunde nicht viel anders geht, wenn du bedenkst, wie viele Ware sie vorrätig halten und wie wenig dann über den Tag gekauft wird. Das ist wie auf den Märkten und man steht mit seinem Stand ja nicht alleine und ggf. ist die Zielgruppe, wie du schreibst, an dem Tag/Markt nicht da.

    Du bist selbst deine Begrenzung, das finde ich sehr weise Worte. Ich wünsche dir, dass du tun kannst, was dir Freude macht, das darf ruhig auch mal mit ein bisschen Auf und Ab dazwischen sein. Wichtig ist, dass es dir hoffentlich im Gesamten gut geht, das wünsche ich dir.

    Soviel für den Moment, im meinem Kopf geht ganz viel vor gerade, deine Worte arbeiten…

    Alles Liebe und Herzensgrüße ♥ Anni

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    • Nephtyis schreibt:

      Liebe Anni, ich freue mich dass meine Worte in deinem innen, im Kopf Anklang gefunden haben. Und du hast so recht wenn es dir deine Mühe Wert ist, ist Geld völlig hinfällig. Ich will auch überhaupt nicht reich sein. mein reichtum besteht aus Freunden, den Dingen die ich unternehme, die ich tue und liebe. Dass ist so viel mehr Wert als Geld. Und trotzdem benötigt nunmal jeder Mensch hier Geld zum überleben und wenn es da immer knapselt, zehrt das langfristig ganz schön an einem. In meinem Fall entstehen immer dann Zweifel an dem was ich tue, Existenzängste, macht es überhaupt Sinn mit meinem Label usw. Doch darüber werde ich auch noch schreiben. Puhh es ist echt ungewohnt aber schön so offen darüber zu reden. Auch dir ganz viel Kraft und Freude auf all deinen Wegen, sei du selbst, dass ist das schönste was du sein kannst 🙂 Herzlichst, Eva

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  5. gluecksmaedl schreibt:

    Liebe Eva, du sprichst mit Sicherheit sehr vielen Menschen aus der Seele. Es ist nicht einfach seinen Platz in dieser Welt zu finden, zu viele Irrwege, zu viele Möglichkeiten, zu viele Einbahnstraßen. Umso schöner ist es, etwas zu finden, was einem Spaß macht, wo man sich entfalten kann und auch ganz selbst sein kann. Oft hat man das Gefühl, es gibt nicht viele Orte und Menschen auf dieser Welt, wo genau das möglich ist und trotzdem macht man Erfahrungen und trifft Menschen und tut Dinge, die einem bestärken, in dem was man tut. Und plötzlich wird einem bewusst, dass es im Leben das wichtigste ist, einfach zu sein wie man ist. Mit all seinen Facetten, Ecken und Kanten.
    Schön, dass du so ehrlich bist – vor allem auch zu dir selbst und dir deine Träume verwirklichst. Es ist nicht immer einfach auszubrechen und mutig zu sein, aber umso schöner, wenn man es dann doch getan hat!

    Alles Liebe Lisa

    Gefällt 1 Person

    • Nephtyis schreibt:

      Oh Liebe Lisa, danke für deine tollen Worte ♥ Ich bin ganz gerührt 🙂 Überhaupt haut mich gerade das Feedback von Euch allen gerade um, toll. Denn zugegeben ich hatte durchaus etwas Angst vor den Reaktionen. Herzliche Grüße ♥

      Gefällt mir

  6. cheesesmouse schreibt:

    Ja, in meinem Leben gab es auch schon einige unerwartete Wendungen. Manche Träume wurden erfüllt, manche werden immer noch geträumt und aus manchen musste ich aufwachen. Ich weiß, dass Gott mein Leben in der Hand hält und auf mich aufpasst und das Beste für mich im Sinn hat.

    Vergleichen ist nicht gut, finde ich, obwohl ich es auch tue. Aber gerade darum weiß ich, dass es uns schadet. Wir denken, wir sind nicht gut genug. Aber wer setzt den Maßstab? Ich habe neulich einen Satz gelesen: „Das größte Gefängnis, in dem ein Mensch sein kann, ist die Angst davor, was andere denken“. Das hat mir seht zu denken gegeben. Geh DEINEN Weg :-).

    Gefällt 2 Personen

    • Nephtyis schreibt:

      Wow der Satz hat es echt in sich! Danke für den Input 😉 Den Maßstab für gut genug, richtig oder falsch gibt es ja eigentlich nicht, dass muss man sich für sich entscheiden- zumindest sollte es so sein 🙂 Herzlichen Dank für deinen Kommentar ♥

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  7. Anina schreibt:

    Liebe Eva

    Tolle Inputs und tolle Reihe die Du da startest! Ich denke, grad oder vorallem in der Kreativbranche kommt man nicht daran vorbei, sich immer wieder aufs neue sich selbst gegenüber aber auch gegen aussen zu Positionieren. Es geht dabei darum, sich immer wieder Momente herauszunehmen, an denen man sich fragt, ob man noch in die richtige Richtung rennt – ich weiss nicht wie es Dir geht, aber ich renne häufig und zwar meinen Ideen nach 😉 Dies bezieht sich meiner Meinung nach auch auf andere Lebensbereiche als nur den «Job», z.B. auch Beziehungen. Es ist manchmal zwar schwer aber trotzdem wichtig, sich die Frage zu stellen, ob das Umfeld, die eigenen Handlungen aber auch die eigene Denkweise zu den Zielen führen, die einem wirklich am Herzen liegen. So eine Art regelmässige Standortbestimmung.

    Ich verzichte selber, zugunsten meiner Liebhabereien, auf «finanziellen Reichtum». Das heisst, ich arbeite Teilzeit in einer Agentur als Gestalterin und die restliche Zeit wird in Mode, Bloggen (mal mehr, mal weniger ;-() und Weiterbildung investiert, weil mich diese Abwechslung glücklich macht.

    Manchmal ergeben sich bei diesen privaten Tätigkeiten auch Aufträge, die sich finanziell rechnen, aber das ist momentan nicht das höchste Ziel. Es ist eigentlich absoluter Luxus, das ich mir das Leben so einrichten konnte. Aber klar, es gibt natürlich auch Dinge auf die ich verzichte, da die finanziellen Mittel eingeschränkt sind. Nur macht mir das nichts aus, da die Freiheit, das zu tun was ich liebe, für mich die wichtigere Entlöhnung ist 😉

    Auch wenn ich selber im Moment total zufrieden bin mit meinem Sharing, finde ich es trotzdem schade, dass Hand-Arbeit und Kunsthandwerk in unserer westlichen Welt einen sehr niedrigen Stellenwert haben und es somit leider schwierig bleiben wird, sich damit den Lebensunterhalt zu verdienen. Aber schlussendlich bin ich der Meinung, dass wenn man etwas mit Leidenschaft betreibt, sich auch Wege ergeben, davon zu leben. Das ist ja eigentlich das Tolle daran. Solch einen Weg macht man nicht dem Geld zuliebe, sondern aus Überzeugung und Leidenschaft – denn wenns lukrativ sein soll, hätte man besser Wirtschaft studiert 😉

    Also deshalb: Weiter so!

    Liebe Grüsse, Anina

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    • Nephtyis schreibt:

      Liebe Anima, danke für dein Feedback. Ja auch ich renne oft meinen Ideen hinterher. Oder auch utopischen Erwartungen und Zielen die ich an mich selbst stelle und steh mir damit dann oft selbst im Weg. Geld ist mir persönlich auch nicht viel Wert. Mein Reichtum besteht wie bei dir in anderen Dingen. Trotzdem bedarf es einem gewissen Grundeinkommen um keine Existenzängste zu haben. Deshalb suche ich gerade auch nach einem Teilzeitjob. Wenn es klappt darf ich bald in einem Stoffladen arbeiten, dass perfekte Gegenstück zur Selbstständigkeit für mich. Herzliche Grüße Eva

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  8. moments enchanteurs schreibt:

    Liebe Eva, danke für deine ehrlichen Worte! Ich kann deine Gedanken sehr gut nachvollziehen. Mir ging es ähnlich, auch wenn ich mir den Traum von der kreativen Ausbildung erfüllen konnte. Leider war aber kein Job in Aussicht und ich hatte auch keinerlei Ambitionen was die Selbstständigkeit angeht.:( Also hieß es mit Jobs im Verkauf oder später im Büro über Wasser halten. Ich wurde immer unglücklicher und es ging auch soweit, dass es mir gesundheitlich immer schlechter ging mit Panikattacken und allem drum und dran. Ich habe mich aber nicht unterkriegen lassen und immer weiter gekämpft. Aber wofür kämpfen?! Mir wurde klar dass es so für mich kein Leben ist. Dafür will ich überhaupt nicht kämpfen. Ich möchte etwa machen, was ich liebe! Wo ich am Ende des Tages ein gutes Gefühl. Deshalb habe ich die Reißleine gezogen und bin nun auch auf dem Weg in die Selbstständigkeit.:) Ich erwarte nicht das es leicht wird, aber mich selbst und andere mit meinen Sachen glücklich machen, wird es definitiv einfacher machen! Vielen Dank für deinen tollen Artikel!<3 Das musste heute mal unbedingt raus, will nicht mehr nur die stille Leserin sein!
    Liebe Grüße Nessa

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    • Nephtyis schreibt:

      Du sprichst mir sehr aus dem Herzen 💏 sich etwas einzusetzen dass man liebt ist toll und wertvoll aber kämpfen würde bedeuten dass es nur gewinnen oder verlieren gibt. Und das ist bei einer Leidenschaft wie der unseren nicht drin, denn die ist immer da. Also heißt es wenn etwas nicht passt neue Wege zu finden. Ich wünsche dir dafür alles Glück und Kraft der Welt 🍀 Ich stelle für mich gerade fest dass der Druck mit der Existenzangst also aus finanzieller Sicht zu hoch wird, weshalb ich einen Teilzeitjob suche. Habe nächste Woche ein Probearbeiten in einem Stoffladen. Dass passt für mein Gefühl gut dazu. Ganz herzliche Grüße an dich 🙏 und wir können uns gerne öfter mal austauschen, ich habe das Gefühl dass es sehr gut tut und motiviert 😉

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  9. moments enchanteurs schreibt:

    Das kann ich mir sehr gut vorstellen, dass der Druck ziemlich hoch ist!:( Aber ein Teilzeitjob in einem Stoffladen wäre ja der optimale Kompromiss, damit könnte ich mich auch anfreunden.:) Ich habe mich in der Hinsicht auch schon umgeschaut, aber leider ist die Auswahl an Läden hier in Bremen nicht wirklich groß. Naja mal abwarten was noch so kommt. Ich drücke dir auf jeden Fall ganz fest die Daumen für nächste Woche!:) Sehr sehr gerne! Man findet in dieser Ellenbogen-Gesellschaft viel zu selten ehrliche und nette Personen, die genauso hilfsbereit sind wie man selbst. Ausnutzen etc liegen ja leider schon an der Tagesordnung heutzutage. Also ich habe immer ein offenes Ohr und stehe gerne mit Rat und Tat zur Seite. 🙂 Hab noch einen schönen Tag ❤

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    • Nephtyis schreibt:

      Der Stoffladen ist leider auch nicht in Mannheim sondern in Heideleberg und ich bin 1h dorthin mit der Bahn unterwegs(sie fährt aber durch weshalb ich denke dass ich die Zeit gut nutzen kann). Ich habe das Stellenangebot durch Zufall bei Facebook entdeckt und dachte na wenn das kein Wink mit dem Zaunpfahl ist 😛 und habe mich beworben. ich bin gespannt. Vielleicht ergibt sich ja bei dir auch noch was stimmiges. Herzliche Grüße und man hört sich 😉

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  10. olischowskis schreibt:

    Hallo liebe Eva,
    ich bin sonst auch eher eine stille Leserin, aber dieser Beitrag ist ein guter Anlass, mal zu sagen, dass ich deinen Blog sehr gerne lese und deine neue Serie sehr interessant und auch sehr mutig finde!
    Ich kann die Teilzeitjob-Lösung aus eigener Erfahrung nur empfehlen, das nimmt sowohl bei der Selbständigkeit als auch bei der nicht-selbständigen Arbeit viel Druck und Unzufriedenheit raus. Ich hab mich vor ein paar Jahren gegen den geraden und sicheren Weg entschieden, vor der Vollzeit-Selbständigkeit dann aber doch gescheut. Schliesslich habe ich mir nach folgenden Kriterien einen Job gesucht: 1. unterfordernd 2. Teilzeit 3. sozialversicherungspflichtig (immer brav an die Rente denken 😉 und faire Konditionen – der Rest war mir eigentlich egal, denn ich wollte vor allem den Kopf frei für meine freiberuflichen Projekte haben, und Prestige und Selbstverwirklichungspotential brauchte der Job dann auch nicht zu haben. Das ganze war eigentlich als Übergangslösung gedacht, oder als Testphase mit Sicherheitsnetz für die Selbständigkeit. Wie die meisten Provisorien bewährt es sich aber von Jahr zu Jahr besser… aber das ist eine andere, lange Geschichte…
    Liebe Eva, gute Ideen, viel Energie, Freude und gute Begleitung auf deinem Weg – ich freue mich darauf, mehr darüber zu lesen. LG Heike

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    • Nephtyis schreibt:

      Liebe Heike ich Danke dir sehr für deinen Kommentar. Es ist immer schön eine Rückmeldung von den Lesern zu bekommen, dass bestärkt mich sehr indem was ich tue 🙂 Danke für deine Empfehlung und die „Kriterien“ zum Teilzeitjob, noch vor einem halben Jahr wollte ich das nicht, weil man dann eben auch weniger Zeit für die Selbstständigkeit hat und quasi zwei Jobs betreibt. Doch es gibt nicht nur schwarz und weiß und da heißt es dann eben sich zu arrangieren, Prioritäten zu setzen und neue Wege zu entwickeln. Und eine 100% Selbstständigkeit nützt mir auch nichts mehr wenn die Existenzangst mir Energie raubt und ich dann eben auch nicht 100% geben kann. Herzliche Grüße und nochmals Danke 😉

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