Slow Fashion- Konsum mit Herz und Verstand

slow fashion movement nephtyis

Slow Fashion- what?

Es geht darum, die Mode zu „entschleunigen“. Jedes Jahr kommen etliche neue Kollektionen auf den Markt, die nach kürzester Zeit nicht mehr im Trend sind. Die Arbeitsbedingungen für die Angestellten Näher/innen der Firmen sind oft miserabel und die Produktionsbedingungen alles andere als gut für die Umwelt. Und genau darum geht es bei Slow Fashion: Arbeitsbedingungen zu verbessern, die Produktion verlangsamen, Transparenz für Produktionsprozesse und nachhaltigeres Konsumverhalten fördern.

Bewusstseinswandel in Sachen Mode

Mit meinem Konsumverhalten beeinflusse ich die Nachfrage und somit die Wirtschaft und dadurch auch meine Umwelt. Es geht also auch darum Verantwortung für mich, mein Konsumverhalten und meine Umwelt zu übernehmen. Anstatt ständig neue Sachen zu kaufen und Schnäppchen hinterherzujagen, versuche ich auf Qualität zu achten und überlege mir zweimal ob ich das Teil jetzt wirklich brauche.  Inzwischen gibt es so viele Wege fair und/oder nachhaltig zu „konsumieren“.  Es gibt  Secondhandläden, nachhaltige Labels, tolle Handmade Labels, man kann selber nähen, Kleidertauschpartys besuchen, upcyceln und vieles mehr.

Was ich Dir mit auf den weg geben will

Es geht um Konsum mit Herz und Verstand.

slow fashion konsum mit herz und verstand

Die „Slow Fashion Pyramide“ habe ich bei meiner Recherche über Slow Fashion entdeckt (allerdings nur in Englisch) und habe eine „deutsche“ Version daraus gemacht

  1. nutze was Du hast: Die meisten, ja ich inbegriffen, haben den Schrank voll nichts anzuziehen. Dabei lässt sich vieles nochmal ganz anders kombinieren. Mit der Zeit hat man seine Lieblingsoutfits, doch es lohnt sich neue Kombis zu wagen. Oder vielleicht hast Du ja einen Stapel Kleidung die Du nicht mehr anziehst, gucke den doch nochmal durch, schon so einige Teile habe ich so ganz neu für mich entdeckt.
  2. ausleihen: Bei Brautmode schon lange gang und gebe. Dinge die ich vermutlich nur einmal in meinem Leben tragen werde, leihe ich lieber. So spare ich Geld und schone Ressourcen. Es gibt in vielen Städten Kostümverleihe und gerade ganz neu im kommen sind sogenannte „Leihläden“. ABER ES GEHT NOCH EINFACHER: Deine Mitbewohnerin die zufällig die gleiche Schuhgröße hat wie Du, leiht dir sicher ihre Pumps für die Hochzeit deiner Tante. Trau dich ruhig! Frage im Freundes oder Bekanntenkreis, die meisten Menschen leihen gerne. Sharing is caring ♥
  3. tauschen: Tausche mit Freunden, online auf Kleiderkreisel oder lokal auf Kleidertauschpartys. Wenn es bei dir keine Kleidertauschparty gibt, veranstalte doch selber eine.
  4. Secondhand: Meine große Liebe und als Alternative zum neu kaufen sehr oft von mir genutzt. Es gibt online einige Möglichkeiten, sowie lokal von Sozialkaufhäusern die wirklich für jeden Geldbeutel gut verträglich sind.  Es geht auch bis hin zu speziellen Secondhandläden die  nur „Vintage“ anbieten oder  „High Fashion“ Labels wie Gucci, Prada und Co. in zweite Hände vermitteln. Meine Secondhand Empfehlungen On/Offline habe ich hier für Dich gesammelt KLICK
  5. selber machen: Ja zugegeben, nicht jeder kann nähen und hat ein Händchen dafür. Doch es gibt so viele Möglichkeiten im Bereich des selber machens. So gehört da nicht nur das neu machen sondern auch das Reparieren sowie Upcycling- also alten Sachen neues Leben einhauchen dazu. Deine Lieblingsjeans hat ein Loch, dann repariere es oder lasse es von jemandem reparieren. Und wenn du selber nähen kannst, dann nähe dir dein neues Lieblingskleid, da hast du 100% faire Arbeitsbedingungen und ein absolutes Unikat für dich erschaffen.
  6. kaufen: Ganz klar, alles selber machen geht nicht, nicht jeder hat Zeit und Lust in Secondhandläden oder auf Kleidertauschpartys zu gehen. Manchmal will man sich ach einfach was schönes gönnen. Und das ist auch gut so 🙂  Sachen wie Socken und Unterwäsche habe ich persönlich noch nie selbst gemacht (sollte ich mal angehen..) und auch auf Kleiderpartys und in Secondhandläden sind sie mir selten begegnet . Auf Utopia KLICK findest Du eine Liste mit den besten nachhaltigen Modelabels.

ES GEHT NICHT NUR UM FAIR UND NACHHALTIG ODER DARUM ALLES RICHTIG ZU MACHEN!

Denn das ist schlichtweg nicht möglich, weder Du noch Ich können alles richtig machen- da „richtig und falsch“ für jeden etwas anderes bedeuten. Es beginnt schon beim monatlichen Budget. Es gibt große Unterschiede was sich jeder einzelne leisten kann. Deshalb ist es logisch, dass sich nicht jeder einen Pullover für 80€ kaufen kann der nachhaltig und fair ist. DOCH: Es ist eine Überlegung wert einmal Geld für etwas „hochwertigeres“ zu investieren, dass dann Lange hält, anstatt alle drei Monate für 20€ einen neuen „minderwertigeren“ Pullover zu kaufen- da lohnt sich dann die langfristige Investition.

Es kostet Dich nicht mehr Geld

Ich kann Dir aus erster Hand berichten, dass ich seitdem ich repariere, selber mache, wertiges kaufe und Secondhand Sachen mein eigen nenne, wesentlich weniger Geld ausgebe und trotzdem oder gerade deswegen unglaublich tolle Stücke in meinem Kleiderschrank habe.

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Mehr Input gefällig?!

Mode ist nur selten fair

Ich habe 2012 schonmal darüber berichtet, mit einem KLICK kommst du zu meinem Beitrag der voll mit Infos, Shoppingtipps und Anlaufstellen ist.

Upcycling

Du willst mehr über Upcycling erfahren, dann KLICK hier. Ich habe dem Thema eine ganze Rubrik mit Infos und Ideen/Anleitungen gewidmet.

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Ich hoffe Dir hat mein Bericht gefallen, es ist für mich eine Herzensangelegenheit.

Bis bald und Miau!

eva sign

4 Gedanken zu “Slow Fashion- Konsum mit Herz und Verstand

  1. Tutti schreibt:

    Liebe Eva, wieder ein sehr schöner Bericht von dir!
    Ich stöbere für mein Leben gerne durch Second Hand Läden, manchmal sind nur sehr kleine Änderungen notwendig um ein tolles Stück zu bekommen.
    Ich glaube das sich Modemäßig durchaus gerade etwas ändert. Niemand braucht 6 Kollektionen pro Jahr und ständig Sale.
    LG Tutti

    Gefällt 1 Person

    • Nephtyis schreibt:

      Ach Liebe Tutti ich danke dir 🙂 Freue mich wen dir der Bericht gefällt! Wir sollten wohl mal eine Secondhandladen Tour machen 😉 am besten bei dir und dann ganz zufällig noch bei Butinette vorbei *lach* Und du hast recht langsam entwickeln sich Tendenzen bzw es entsteht eine Gegenbewegung eben Slow Fashion und organic fashion usw und diese Basic Sachen. find ich gut und hoffe dass der Trend dahin gehen wird! Liebe Grüße

      Gefällt 1 Person

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